Wissenschaftspreis 2027 des Deutschen Bundestages: Forschung, Demokratie und Innovation zusammendenken
Kurz gesagt: Der Deutsche Bundestag schreibt den Wissenschaftspreis 2027 aus. Ausgezeichnet werden wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit Fragen des Parlamentarismus beschäftigen und zu einem besseren Verständnis parlamentarischer Praxis beitragen. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 10. Juli 2026 eingereicht werden.
Das Thema ist nicht nur für die Politikwissenschaft interessant. Gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, Digitalisierung, gesellschaftlicher Transformation und technologischer Beschleunigung wird deutlich: Innovation braucht nicht nur neue Werkzeuge, sondern auch starke demokratische Institutionen, wissenschaftliche Einordnung und verantwortungsvolle Gestaltung.
Worum geht es konkret?
Der Wissenschaftspreis des Deutschen Bundestages würdigt herausragende wissenschaftliche Arbeiten der jüngsten Zeit aus allen Disziplinen. Entscheidend ist, dass die eingereichte Arbeit zur Beschäftigung mit Fragen des Parlamentarismus anregt und zu einem vertieften Verständnis parlamentarischer Praxis beiträgt.
Damit richtet sich die Ausschreibung nicht nur an ein einzelnes Fachgebiet. Vielmehr können unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven relevant sein: von Politikwissenschaft, Rechtswissenschaft und Geschichte bis hin zu Soziologie, Kommunikationswissenschaft, Verwaltungswissenschaft, Technikfolgenabschätzung oder Innovationsforschung.
Teilnahmebedingungen und Bewerbungsfrist
Wissenschaftliche Arbeiten können sowohl von der Autorin oder vom Autor selbst eingereicht als auch durch Dritte vorgeschlagen werden. Damit können beispielsweise auch Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kolleginnen und Kollegen oder wissenschaftliche Netzwerke geeignete Arbeiten empfehlen.
Berücksichtigt werden nur bereits publizierte Arbeiten, die nach dem 1. April 2024 und vor dem 10. Juli 2026 erschienen sind.
Die kompletten Bewerbungsunterlagen sind bis spätestens 10. Juli 2026 einzureichen.
Über die Vergabe entscheidet eine von der Bundestagspräsidentin berufene Jury aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterschiedlicher Fachgebiete.
Warum das Thema auch für Innovation und Technologie wichtig ist
Parlamentarische Praxis steht heute in einem Umfeld, das sich rasant verändert. Digitale Kommunikation, KI-Systeme, Plattformökonomie, Datenregulierung, Cybersicherheit und neue Formen gesellschaftlicher Beteiligung beeinflussen politische Entscheidungsprozesse zunehmend.
Gerade deshalb ist wissenschaftliche Reflexion wichtig. Sie hilft, Chancen und Risiken technologischer Entwicklungen besser einzuordnen, demokratische Prozesse zu stärken und tragfähige Rahmenbedingungen für Innovation zu entwickeln.
Innovation ist mehr als technischer Fortschritt. Sie braucht Orientierung, Vertrauen, Verantwortung und Institutionen, die komplexe Entwicklungen transparent und demokratisch verhandeln können.
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